Welche Führungsstile bieten sich an?

Das Personal wird heutzutage neben dem Produkt als treibende Kraft für den Erfolg eines Unternehmens anerkannt, weshalb der Aspekt der Mitarbeiterführung zunehmend Aufmerksamkeit für sich beansprucht. Es lassen sich je nach Denkweise drei grundlegende Führungsstile oder über 80 Methoden der Unternehmensführung ausmachen.

Klassische Führungsstile

Jemand, der autokratisch führt, gibt seinem Personal kaum Chance, mitzubestimmen oder sich persönlich einzubringen. Die Führungskraft trifft alle Entscheidungen und ihr muss gehorcht werden, wobei die Gründe für die Handlungsweise nicht offengelegt werden. Mit einem solchen Führungsstil hat man zwar alles unter Kontrolle, doch die Angestellten werden als ausführende Mittel zum Zweck ausgenutzt und das sorgt für ein Betriebsklima ohne Zufriedenheit. Kaum ein Mitarbeiter würde sich hiermit langfristig wohlfühlen und nach Verbesserungen oder Innovationen streben. Dieser Führungsstil wird auch als autoritär bezeichnet. Es zählen die Ergebnisse und nicht der Weg dorthin oder die für die Resultate Verantwortlichen. Bei der gemäßigt autoritären Unternehmensführung möchte zwar noch immer der Vorgesetzte das Sagen haben, doch es herrscht Scheu vor einem Konflikt mit dem Personal. Einerseits soll ein Mittelweg gegangen werden, andererseits kommt es nicht selten vor, dass in Krisensituationen automatisch auf autokratische Methoden zurückgegriffen wird. Demokratische Führungsstile hingegen beinhalten die Einbindung der Angestellten. Ihr Input ist erwünscht und Entscheidungen fällt man zusammen oder zumindest nach regem Austausch. In einem solchen Fall ist das Personal nicht nur zufriedener, sondern auch mehr dazu bereit, vollen Einsatz zu geben, da ein persönliches Interesse am Erfolg der Firma aufkommt. Es kann jedoch aufgrund des Mangels an eindeutiger Autorität schwer sein, rasch eine wichtige Entscheidung zu treffen. Alle Beteiligten zufrieden zu stellen ist außerdem alles andere als leicht. Ein wenig wünschenswertes Extrem dieser kooperativen Mitarbeiterführung ist die Laissez-fair-Methode. Der Leiter des Betriebs präsentiert die Problemlage oder Ausgangssituation und überlässt die Lösung komplett dem Personal. Unternehmerischer Erfolg ist so kaum erzielbar, da ein gemeinsamer Nenner sowie die Beteiligung der Chefetage fehlt.

Die eigene Unternehmensführung (er)finden

Es ist häufig zu beobachten, dass in verschiedenen Situationen unterschiedliche Führungsstile gewinnbringend eingesetzt werden. Muss es schnell gehen oder handelt es sich um einen Belang von größter Wichtigkeit für die gesamte Firma, bietet sich Autorität durchaus an, wobei man diese durch den (nachträglichen) ausführlichen Austausch mit den Betroffenen abmildern kann. Sind betriebsinterne, abteilungsspezifische oder weniger dringliche Belange zu organisieren, dann lohnt sich die demokratische Unternehmensführung. Es ist hilfreich, den passenden Führungsstil am Ist- und Soll-Zustand festzumachen, die jeweiligen Ergebnisse des Handelns zu analysieren sowie sich nach Motivationen wie Leistungsorientierung oder Mitarbeiterorientierung zu richten.

 

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