Firmenimmobilien: wichtiger Faktor zum unternehmerischen Erfolg

Als Unternehmer sollte die Wahl der Firmenimmobilie genaustens geplant sein. Sie wirkt sich nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutsamkeit des Standorts auf den Unternehmenserfolg aus, sondern auch aufgrund der eigentlichen Räumlichkeiten und deren Zustand. Es gibt diverse Aspekte, die bei der Wahl der Firmenimmobilien zu berücksichtigen sind.

Grundlegende Faktoren bei der Immobilienwahl

Je nach der Betriebsart braucht eine Firma ein bestimmtes Maß an gewerblich nutzbarer Fläche. Das bezieht sich auf die Räume genauso wie auf Parkmöglichkeiten und Infrastruktur. Vor dem Mieten oder Kaufen der Firmenimmobilien gilt es, sich Gedanken über deren Nutzung zu machen. Im herstellenden Gewerbe beispielsweise benötigt man Werkshallen für die verschiedensten Maschinen und Lagerhallen für Rohstoffe sowie die fertigen Güter. Eine Agentur oder ein kleines bis mittelständisches Unternehmen greift in der Regel auf eine bestimmte Anzahl an Büroräumen und gegebenenfalls einen Empfangsbereich zurück. Handelsgeschäfte kombinieren Lagermöglichkeiten mit Ladenflächen. Bei gastronomischen Betrieben werden ebenerdige Räume mit großer Fläche benötigt, die über einen Anschluss an eine Küche verfügen. In der Hotellerie wird ein gesamtes Gebäude mit mehreren kleineren Zimmern (am besten ähnlicher Größe) samt Bad sowie einem separaten Arbeitsbereich gebraucht. Auf keinen Fall vergessen sollte man bei der Firmenimmobilie die Lage und den Zustand des Gebäudes.

Möglichkeiten und Risiken bei Firmenimmobilien

Viele achten bei der Immobilienplanung für die Firma vordergründig auf die Kosten. Ein etwas älteres Gebäude mag günstiger sein, doch es ist reparaturanfällig, muss häufig auf Sicherheit und Tauglichkeit überprüft werden oder ist gar renovier- oder sanierbedürftig. Wer einen Altbau bezieht, hat nicht selten mit einem schlechten Energiehaushalt zu kämpfen oder muss auf Annehmlichkeiten wie einen Aufzug verzichten. Immobilien abseits der Ballungszentren oder am Stadtrand sind ebenfalls mit einem geringeren Preis verbunden, locken aber vielleicht weniger Kundschaft an oder verursachen für das Personal hohe Anfahrtskosten und lange Fahrtzeiten. Im Grunde kann man alle Firmenimmobilien kaufen, mieten oder pachten oder eben selbst bauen. Letzteres stellt zunächst einen hohen Kostenaufwand dar, ist jedoch eine gute Investition für die Zukunft, da man Gebäude und Räumlichkeiten nach den eigenen Vorstellungen gestalten und voll auf den Unternehmensbetrieb ausrichten kann. Eines ist bei der Immobilienplanung außer den Finanzen nicht zu vergessen: Es existieren neben den Anforderungen aus betrieblicher Sicht noch gesetzliche und arbeitsrechtliche Vorschriften. Entscheidet man sich für einen Neubau, sollte die Konstruktion natürlich unter Einhaltung der neuesten Standards geschehen, da Baumängel im gewerblichen Bereich häufig den Ruin bedeuten. In der Arbeitsstättenverordnung ist u. a. festgelegt, dass der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass die Angestellten bei ihrer Tätigkeit an der Arbeitsstätte keinen Gefahren ausgesetzt sind. Diverse Aspekte wie Fluchtwege, Toiletten, Verkehrswege und Treppen sind zu berücksichtigen. Mängel, Sicherheitsrisiken und Verunreinigungen müssen vermieden oder umgehend beseitigt werden. Herrscht z. B. Schimmel im Hotel, Restaurant oder Büro, zieht dies gesundheitliche und hygienische Bedenken nach sich. Werden schwere Maschinen gebraucht, darf der Boden nicht uneben sein. Bei lauten oder gefährlichen Maschinen sind Schalldämmung und die entsprechenden baulichen Sicherheitsvorkehrungen zu integrieren. Büroräume ohne ausreichend Luftzufuhr und Lichtzufuhr sind genauso schädlich für den Unternehmenserfolg wie schlecht zugängliche Einfahrten, Treppen und Ausgänge oder eine zu kleine Ladenfläche, bei der man mit großen Kundenmengen nicht zurechtkommt.

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