Die Welt der Geschäftsmode: Warum ist Berufsbekleidung so wichtig?

Berufskleidung begegnet uns im Alltag fast überall, obwohl wir uns dessen manchmal gar nicht bewusst sind. So verschieden Arbeitskleidung auf den ersten Blick auch aussieht, lassen sich doch zwei Hauptfunktionen feststellen: Berufsbekleidung soll entweder die Arbeitenden und / oder die Waren schützen oder einen bestimmten äußeren Eindruck vermitteln. Meist trifft beides aufeinander und verwandelt die Arbeitsbekleidung in eine Art Statussymbol.

Berufsbekleidung: manchmal ein Muss

Bei einer Vielzahl von Berufen dient die Arbeitsbekleidung dem Schutz der Angestellten. Wird mit scharfen oder spitzen Gegenständen, gefährlichen Maschinen, chemischen Substanzen, hohen Temperaturen, erhöhtem Geräuschpegel oder grellem Licht gearbeitet, dann ist Arbeitsschutzkleidung das A und O. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und stellt sicher, dass die Tätigkeit ohne Verletzungsrisiko durchgeführt werden kann. Man nehme nur einmal den Handwerker, der ohne Handschuhe, Helm, Hörschutz und Schutzbrille nicht auskommt. Bei Berufen in der Medizin und pflegenden Tätigkeiten sieht der Schutz etwas anders aus, denn hier muss die Berufskleidung beispielsweise vor Bakterien oder der Verunreinigung durch Körperflüssigkeiten schützen. Die sterile Berufsbekleidung dient darüber hinaus dem Schutz der Patienten, wobei sie neben einer Art von Kittel und Handschuhen einen Mundschutz umfasst. Handschuhe gehören zu den häufigsten und wichtigsten Bestandteilen der Arbeitsbekleidung, da in fast allen Fällen mit den Händen gearbeitet wird und entweder diese vor Einflüssen von außen oder Produkte vor ihren Einflüssen bewahrt werden sollen. So sind sie in der Lebensmittelindustrie und Gastronomie – oft neben einem Haarnetz – gang und gäbe, kommen aber u. a. auch bei einer Kosmetikerin, bei der Gartenarbeit, bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten und beim Rettungsdienst zum Einsatz.

Die indirekte Funktion der Arbeitsbekleidung

Nicht bei jedem Beruf ist Berufskleidung zwingend vorausgesetzt, wird aber erwartet oder ist inzwischen zur Norm geworden. Das trifft beispielsweise auf den Dresscode in Banken, gastronomischen Einrichtungen, bei öffentlichen Behörden und juristischen Berufen zu. Insbesondere im Banken- und Versicherungswesen kommen Männer nicht um den Anzug mit Krawatte und Frauen nicht um das Kostüm herum, denn es gilt, ein seriöses, vertrauenswürdiges Bild bei der Kundschaft zu hinterlassen. Eben jenes Bild ist es, was sich als indirekte Aufgabe der Arbeitskleidung bezeichnen lässt. Sie unterstreicht nämlich für gewöhnlich das Corporate Image und übermittelt eine Nachricht.
Unternehmensketten wie im Fastfood-Bereich, in Supermärkten, Möbelhäusern und Dienstleister allgemein statten ihr Personal deshalb mit einer Uniform aus. Diese ist in den Unternehmensfarben gehalten, trägt das Logo zur Schau, dient als Werbung und wird von der Kundschaft automatisch mit der Firma assoziiert. Hier ist die einheitliche Optik das Wichtigste, um einen Wiedererkennungseffekt zu erzeugen.

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